Alte Obstsorten, die wir auf Brandenburger Streuobstwiesen pflanzen


Ananasrenette

Die Ananasrenette ist eine klassische Sorte des Hausgartens, da sie sowohl ein guter Wirtschaftsapfel als auch ein gutes Tafelobst für den Direktverzehr ist.

Bittenfelder

Der Bittenfelder stammt auf dem Ort Bittenfeld in Baden-Württemberg. Er zählt zu den besten Sorten für Gär- und Süßmost, da die saftigen Früchte einen hohen Zucker- und Säuregehalt aufweisen.

Edelborsdorfer

Älteste dokumentierte Apfelsorte Deutschlands, ursprünglich gezüchtet von den Zisterziensern, erstmals erwähnt um 1175 im Kloster Pforta in Naumburg an der Saale.

Geheimrat Dr. Oldenburg

Alte Apfelzüchtung von 1897 aus der Lehranstalt für Obstbau zu Geisenheim. Kreuzung aus Minister von Hammerstein und Baumanns Renette. Trägt mittelgroße, hochgebaute Tafelfrüchte.

Gellerts Butterbirne

Galt über viele Jahrhunderte als eine der besten Tafel­obst­sorten. Aus dem modernen Erwerbs­anbau nahezu verschwunden, da sehr krankheits- und schädlings­anfällig. Entstand um 1510 in der Normandie.

Goldparmäne

Galt über viele Jahrhunderte als eine der besten Tafel­obst­sorten. Aus dem modernen Erwerbs­anbau nahezu verschwunden, da sehr krankheits- und schädlings­anfällig. Entstand um 1510 in der Normandie.

Gravensteiner

Bekannt seit 1669 in Nord­deutschland. Vielfach gerühmt für Geschmack und seine gute Eignung zur Weiter­verarbeitung. Wächst oft grobkantig und wenig rund, häufig auch schief.

Gubener Warraschke

Aus Guben in der Niederlausitz, Brandenburg. Steht jedes Jahr im Mittelpunkt des Gubener Appelfestes und ist Grundlage für den Gubener Apfelwein. Auch heute noch in den Kleingärten der Region noch verbreitet.

Hasenkopf aus Bredereiche

Sehr alte Apfelsorte aus der Gruppe der Prinzenäpfel. Untersorte stammt aus Bredereiche zwischen Zehdenick und Fürstenberg. Die Geruch der Schale erinnert deutlich an Ananas.

Herzvater

Eine alte, sehr seltene Apfelsorte aus der Prignitz (Brandenburg), von der nur noch wenige Exemplare erhalten sind. Akut vom Aussterben bedroht.

Kaiser Wilhelm

Alte Sorte von 1864. Entdeckt in der Urdenbacher Kämpe bei Düsseldorf. 1875 von Kaiser Wilhelm für seinen Geschmack gerühmt. Baum wächst stark in die Höhe, daher kommerziell eher uninteressant.

Karower Apfel

Unbekannte Herkunft, oft in Barnimer und Eberswalder Gärten zu finden.

Landsberger Renette

Aus Landsberg an der Warthe, heutiges Polen an der Oder Nähe Frankfurt/Oder. Starkwüchsiger Baum, der schöne Hochstämme ergibt. Angenehmer süßweiniger Geschmack ohne sehr intensives Aroma.

Lausitzer Nelkenapfel

Aus Ostsachsen im Gebiet der Oberlausitz. Klein und rotbackig.

Mirabelle von Nancy

Eine regelmäßig fruchtende und sehr ertragreiche Sorte der Mirabelle. Benannt nach der Stadt Nancy in Lothringen, eines ihrer historischen Hauptanbaugebiete ist. Heute ist sie auf vielen Streuobstwiesen zu finden.

Oberlausitzer Muskatrenette

Herkunft aus Großschönau bei Zittau, seit Ende des 19.Jhdt. verbreitet in der Ober­lausitz. Süß­aromatischer Tafelapfel mit roter Färbung auf gelbem Grund.

Prinz Albrecht von Preußen

Entdeckt 1865 in Kamenz in Schlesien, als Sämling von Kaiser Alexander und Baumanns Renette. Alte Sorte, die besonders für Hausgärten ideal ist.

Roter Berlepsch

Gezüchtet um 1880 von Düsseldorf, gedeiht am besten in sehr milden Lagen. Sehr saftig, erfrischend und außer­ordentlich kräftig gewürzt. Gehört zu den zehn Apfel­sorten mit dem höchsten Vitamin-C-Anteil.

Schöner von Herrnhut

Aus dem sächsischen Ort Herrnhut, um 1880 gefunden. Gut als Versaftungsfrucht nutzbar.

Schneider's späte Knorpelkirsche

Um 1850 in Guben (Nieder­lausitz) als Zufalls­sämling entdeckt. Eine der beliebtesten Kirsch­sorten und häufig im Erwerbs­obstbau aber auch auf Streuobst­wiesen anzutreffen.

Werdersche Wachsrenette

Aus Werder bei Potsdam, einst ein Schlager unter den Obst­kennern des 19. Jahrhunderts und der "gesuchteste und wertvollste Tafelapfel" der Obstregion Werder.