Die Veranstaltung ist beendet. Alle Seminare wurden aufgezeichnet und werden hier in Kürze zur Verfügung gestellt.

Neue Perspektiven für den Streuobstanbau

Mit der Bewirtschaftung von Streuobstwiesen können wir einen wirksamen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des heimischen Obstbaus leisten - damit dies gelingt, braucht es neue Ansätze und innovative Ideen. Denn allein ökologische Argumente reichen nicht aus, um den Wandel hin zu einer regenerativen und nachhaltigen Landwirtschaft aktiv zu gestalten. Solange sich das Bewirtschaften von Streuobstwiesen nicht auch ökonomisch lohnt, drohen sie langfristig zu verschwinden. Der Umbau unserer Landwirtschaft ist angesichts des fortschreitenden Klimawandels dringend notwendig - ein "weiter so" ist nicht mehr möglich.

In Podcasts, Video-Interviews und interaktiven Online-Seminaren erkunden wir vom 14. bis 16. Juni 2021 gemeinsam mit lokalen Akteur*innen innovative Projekte und Lösungsansätze, die neue Perspektiven für den Streuobstanbau aufzeigen.
Gemeinsam wollen wir Antworten finden auf die Frage:
Welche Rolle kann der extensive Obstbau in regenerativen landwirtschaftlichen Systemen einnehmen?

Das Programm

Montag, 14. Juni 2021

9:00 Uhr: Neue Podcasts und Video-Interviews

Pünktlich zum Start der 3. Ausgabe unserer digitalen Veranstaltungsreihe stehen neue Folgen unseres Video-Interviews "5 Fragen an..."" und unseres Podcasts "Im Paradiesgarten" kostenlos auf unserer Homepage bereit.

"5 Fragen an..." - das Projekt Ackerbau(m)
"5 Fragen an…"" - die Baumschule Resilia

Podcast “Im Paradiesgarten” - das ökologische Grundeinkommen mit der Ackercrowd (2 Folgen)


18:00 Uhr: Die Zukunft der Streuobstwiesen unter Bedingungen des Klimawandels

Christoph A. Meixner von der Triebwerk ReLaWi setzt seine Online-Seminarreihe aus der letzten Veranstaltung fort und geht dieses Mal vor allem auf Aspekte der praktischen Anwendbarkeit ein und gibt Antworten auf die Frage: Wie kann die Anlage einer neuen Streuobstwiese mit der Perspektive der Klimaresilienz gelingen?


Dienstag, 15. Juni 2021

18:00 Uhr: Streuobst - Wo ist da der Wurm drin? (90min)

Interaktives Online-Seminar über das INTERREG Alpine Space Projekt LUIGI
Dr. Linda Schrapp, Dr. Werner Rolf und Dr. Rico Hübner


Mittwoch, 16. Juni 2021

18:00 Uhr: Erfahrungen aus dem Projekt "Ackerbaum" - Innovative Lehr- und Lernformate für neue Ackerbausysteme (Online-Seminar, 60min)

Prof. Dr. Ralf Bloch; Studiengangsleiter für den Masterstudiengang Ökologische Landwirtschaft und Ernährungssysteme an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswald (HNEE)

#1: Die Zukunft der Streuobstwiesen unter Bedingungen des Klimawandels (90min)


Christoph A. Meixner von der Triebwerk ReLaWi setzt seine Seminarreihe aus unserer letzten Veranstaltung im November 2020 fort. Dieses Mal stellt er Praxis­ableitungen in den Fokus. Wie kann man eine neue Streuobstwiese unter der Perspektive von Klimaresilienz sinnvoll anlegen? Was bedeutet dies für die Standort­auswahl, das Flächendesign, die Arten- und Sortenauswahl, die Wurzel­erziehung, u.s.w.? Das 90-minütige Online-Seminar unterteilt sich in einen Vortragsteil (ca. 60min.) und einen Fragen - Antwort Teil (ca. 30min).
Christophs Schwerpunkte sind die Planung und Visualisierung von Agroforst­systemen in Form von GIS-Karten, die Koordination der Aufträge von Planung bis Umsetzung sowie die Netzwerk- und Öffentlichkeits­arbeit. Hinter "TRIEBWERK" stehen Nicolas Haack, Christoph Meixner und Janos Wack. Triebwerk setzt sich für eine ökologisch-regenerative Form der Land­wirt­schaft ein, die die Arten­vielfalt fördert, sich dem Klimawandel anpasst, ihn gleichzeitig ausbremst und die sozialen, ökologischen und ökonomische Ressourcen aufbaut. Somit wird es möglich die Konflikte zwischen Natur-, Umwelt-, Klimaschutz und landwirt­schaftlicher Produktion zu überwinden und als Grundstein einer nachhaltigen Zukunft zu wirken. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Beratung und Planung regenerativer Landnutzungs­konzepte anhand multi­funktionaler Agroforst­systeme. Ihr Spezialgebiet ist die Erarbeitung der notwendigen Finanz­modelle, um eine sichere und planbare Umstellung auf die Agroforst­wirtschaft zu gewähren. Darüber hinaus bietet eine Auswahl unterschiedlicher Finanzierungs­konzepte die Möglichkeit, basierend auf diesen Kalkulationen Kapital­geber zu finden. Zusätzlich bieten sie ein umfassendes Angebot an Weiter­bildungs­möglichkeiten, um über das breite Themen­spektrum der regenerativen Landwirt­schaft und deren Potenziale aufzuklären.

#2: Streuobst - Wo ist da der Wurm drin? (90min)


Die Abendveranstaltung von Linda, Werner und Rico am 16.06.2021 untergliedert sich in drei Bereiche, die im Wesentlichen auf den Zwischenergebnissen aus dem INTERREG Alpine Space Projekt LUIGI mit dem Schwerpunktthema Streuobst aufbauen. Die Veranstaltung ist eine Mischung aus Vortrag und Interaktion, sodass die Möglichkeit zur aktiven Mitwirkung besteht. Im ersten Teil werden die aktuellen Herausforderungen zur Erhaltung und Entwicklung der Streuobst­flächen den Teilnehmer*innen vorgestellt. Im zweiten Teil geht es um Lösungsansätze, die sich in den 14 internationalen Projektpartner-Regionen bewährt haben, wobei dabei ein Schwerpunkt auf die Umsetzungschancen in Deutschland gesetzt wird. Im abschließenden dritten Teil wird es um die Gesetzes­novelle im Bundesnatur­schutzgesetz bezüglich Streuobst gehen, was sicherlich eine heiße Debatte verspricht. Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

Dr. agr. Rico Hübner ist seit 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität München in den Bereich Agrarökonomie, Umwelt- und Landschafts­planung. Forschungs­schwerpunkte sind die Agroforst­wirtschaft und deutsche sowie europäische Agrarpolitik. Darüber hinaus ist er Fachbereichsleiter Internationale Zusammenarbeit beim Deutschen Fachverband für Agroforst­wirtschaft (DeFAF e.V.) und ist ehrenamtlich im Vorstand der Europäischen Agroforst Föderation (EURAF) tätig.

Dr. Werner Rolf ist seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität München im Bereich Landschaftsentwicklung. Als Student hat er mit einer kleinen Schafherde bereits Streuobstwiesen in Unternutzung gepflegt und nach dem Studium dann verschiedene Konzepte zur Inwertsetzung der Streuobst­landschaft der Schwäbischen Alb entwickelt. Heute beschäftigt er sich mit den vielfältigen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhängen stadtnaher Landwirtschaft als Teil Grüner Infrastruktur.

Dr. Linda Schrapp ist seit 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising im Bereich Landschafts­ökologie. Ursprünglich kommt sie aus einem kleinen Dorf in Ungarn mit viel Streuobst und Wein. Aktuell ist sie zuständig für die Bearbeitung des INTERREG Alpine Space Projekts LUIGI mit 14 internationalen Projektpartnern und setzt sich im Alpenraum für eine bessere Wertschätzung der Grünen Infrastruktur, insbesondere von Streuobst­beständen ein.

#3: Erfahrungen aus dem Projekt "Ackerbau(m)" - Innovative Lehr- und Lernformate für neue Ackerbausysteme (60min)


Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNEE) begann im Sommersemester 2017 mit der Planung des Agroforstmodellprojekts Ackerbau(m). Schnell wurde eine passende Fläche gefunden - rund 5 Hektar in der Nähe der Ortschaft Großmutz im Löwenberger Land. Von Beginn an wurde das gesamte Projekt von Studierenden der HNEE - im Rahmen der ILL Agroforst - gestaltet, weiterentwickelt und wissenschaftlich begleitet. In seinem Online-Seminar wird Prof. Dr. Ralf Bloch, stellvertretend für das gesamte Team des Projektes "Ackerbau(m)", Bilanz ziehen und die Erkenntnisse aus dem Projekt der letzten 3-4 Jahre teilen. Er wird u.a. erläutern warum die angewandte Reallabormethodik für die Implementierung von Agroforstsystemen notwendig ist und warum es noch deutlich mehr dieser Versuchsflächen braucht. Er wird berichten welche wichtigen, auch praxisrelevanten Ergebnisse bisher erzielt werden konnten und uns einen Ausblick auf die geplanten nächsten Schritte geben.

Prof. Ralf Bloch ist gelernter Landwirt sowie Diplomingenieur für Landschaftsnutzung und Naturschutz. Als Agrarwissenschaftler arbeitet er von 2009-2020 am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und erforschte dort Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel speziell für den Acker- und Pflanzenbau. Seit 2021 ist er Professor an der HNE-Eberswalde und am Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz für das Fachgebiet "Agrarökologie und nachhaltige Anbausysteme" verantwortlich. Er ist ferner wissenschaftlicher Leiter der HNEE Lehr- und Forschungsstation am Standort Wilmersdorf und Studiengangsleiter für den Masterstudiengang Ökologische Landwirtschaft und Ernährungssysteme. In der Forschung beschäftigt sich Ralf Bloch mit den Themen „Anpassung Ökologischer Pflanzenbausysteme an die Auswirkungen des Klimawandel" und dem „Erhalt der Biodiversität in der Agrarlandschaft". Wichtig sind ihm hierbei Praxisforschungs- und Netzwerkprojekte die er im Rahmen des InnoForums Ökolandbau Brandenburg realisiert.

5 Fragen an - Unsere Interviewreihe mit Streuobst-Aktiven

Im Rahmen unserer 5. Äpfel & Konsorten Konferenz führt uns unser Brandenburger Roadtrip in die Nähe von Großmütz ins Löwenberger Land - hier haben Studierende der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde im Sommer 2017 mit der Planung eines Agroforstmodellprojektes begonnen.


Episode 1

"5 Fragen an..." - Das Projekt Ackerbau(m)

Was im Rahmen dieses Projektes alles erforscht und gelernt wird erfahrt Ihr in diesem Video-Interview.
Mehr Infos zum Projekt auch auf der Website des Ackerbau(m)-Projekts

5 Fragen an - Unsere Interviewreihe mit Streuobst-Aktiven

Unseren 2. Stop unseres Brandenburg Roadtrips legen wir in Brück, im Kreis Potsdam Mittelmark bei Malte und Philipp ein. Die beiden betreiben dort die Baumschule Resilia. Ihre Mission ist es die Landschaften klimaresilient zu machen - wie sie das schaffen wollen erfahren wir in, ihr ahnt es schon, "5 Fragen an…"


Episode 2

"5 Fragen an..." - Die Baumschule Resilia.

Wie man eine klimaresiliente Baumschule betreibt erfahren wir heute in "5 Fragen an... - Die Baumschule Resilia"
Mehr Infos auf der Website der Baumschule Resilia

Podcast Folge 6: Bedingungslos ackern

Habt ihr schon vom bedingungslosen Grundeinkommen gehört? Die Idee dahinter ist relativ simpel, jeder Mensch bekommt jeden Monat so viel Geld wie er/sie zum Leben braucht und das, ohne etwas dafür tun zu müssen, also quasi als Grundrecht, eben bedingungslos. Das klingt zu schön um wahr zu sein: man kann tun was man möchte und bekommt trotzdem jeden Monat einen festen Betrag von dem man leben kann. Habt ihr euch schon mal gefragt was ihr tun würdet? Würdet ihr in eurem aktuellen Job bleiben oder vielleicht was neues ausprobieren? Was würdet ihr anders machen als heute? Ein spannendes Gedankenexperiment wie ich finde, aber eben auch nur das, denn aktuell gibt es das Grundeinkommen noch nicht flächendeckend.
Aber die Idee des Grundeinkommens macht mittlerweile Schule: denn es gibt auch das ökologische Grundeinkommen. Im Interview mit Selina Tenzer und Frank Nadler von der Ackercrowd erfahrt ihr, was es damit auf sich hat und wie sie mit der Ackercrowd die Transformation der Landwirtschaft vorantreiben wollen.
Die Ackercrowd ist ein Zusammenschluss von engagierten Menschen aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Betriebsentwicklung und Bildung deren Ziel es ist, die Landwirtschaft umzugestalten und zwar durch die direkte Unterstützung der Praktiker:innen, also den landwirtschaftlichen Betrieben.

Shownotes:
Website von Ackercrowd
Website von Living Soil Journey



Diesen Podcast könnt ihr Euch auch bei Spotify anhören.

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Podcast Folge 6: Bedingungslos ackern

Habt ihr schon vom bedingungslosen Grundeinkommen gehört? Die Idee dahinter ist relativ simpel, jeder Mensch bekommt jeden Monat so viel Geld wie er/sie zum Leben braucht und das, ohne etwas dafür tun zu müssen, also quasi als Grundrecht, eben bedingungslos. Das klingt zu schön um wahr zu sein: man kann tun was man möchte und bekommt trotzdem jeden Monat einen festen Betrag von dem man leben kann. Habt ihr euch schon mal gefragt was ihr tun würdet? Würdet ihr in eurem aktuellen Job bleiben oder vielleicht was neues ausprobieren? Was würdet ihr anders machen als heute? Ein spannendes Gedankenexperiment wie ich finde, aber eben auch nur das, denn aktuell gibt es das Grundeinkommen noch nicht flächendeckend.
Aber die Idee des Grundeinkommens macht mittlerweile Schule: denn es gibt auch das ökologische Grundeinkommen. Im Interview mit Selina Tenzer und Frank Nadler von der Ackercrowd erfahrt ihr, was es damit auf sich hat und wie sie mit der Ackercrowd die Transformation der Landwirtschaft vorantreiben wollen.
Die Ackercrowd ist ein Zusammenschluss von engagierten Menschen aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Betriebsentwicklung und Bildung deren Ziel es ist, die Landwirtschaft umzugestalten und zwar durch die direkte Unterstützung der Praktiker:innen, also den landwirtschaftlichen Betrieben.

Shownotes:
Website von Ackercrowd
Website von Living Soil Journey



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