Die beste Möglichkeit dazu bieten die zahlreichen Veranstaltungen des Pomologenvereins rund ums Obst im Herbst, bei denen oft regionale Sortenkenner eine Bestimmung anbieten. Termine finden Sie auf der Website des Pomologenvereins unter > Landesgruppen. Was muss ich zu einer Sortenbestimmung mitbringen? Pflücken Sie erst kurz vor dem Bestimmungstermin 3 bis 5 durchschnittlich große, reife, madenfreie Früchte von der Südhälfte des Baumes und nur vom oberen Drittel. Der Stiel muss an der Frucht bleiben. Nicht waschen, nicht polieren und stoßgeschützt transportieren. Einige Blätter, ggf. sogar ein Foto des Baumes können zusätzlich helfen. Kann ich Fotos der Früchte / des Baumes zur Bestimmung schicken? Nein, leider nicht. Eine Bestimmung anhand von Fotos ist sehr unsicher, dazu gibt es zu viele äußerlich ähnliche Sorten. Nutzen Sie regionale Veranstaltungen rund ums Obst, bei denen eine Sortenbestimmung angeboten wird. Kann jede Obstsorte zuverlässig bestimmt werden? Nein, such sehr erfahrene Pomologen können nur rund 80% der Sorten bestimmen. Je seltener eine Sorte ist, desto geringer ist die Chance, sie zuverlässig bestimmen zu können. Kann man die Sortenbestimmung erlernen? Die Sortenbestimmung kann nicht kurzfristig und nicht nur anhand von Bestimmungsbüchern erlernt werden. Es gehören ausgiebige praktische Übungen und Erfahrungen dazu. Wenn ein erfahrener Sortenkenner eine Probe zum Bestimmen vor sich hat, beginnt er nicht mit der Untersuchung von Einzelfrüchten und nicht mit dem Suchen nach Einzelmerkmalen, sondern er lässt zunächst einmal den Gesamteindruck der Probe auf sich wirken. Trotz der stets vorhandenen Schwankungen bei den Einzelfrüchten wird er bestimmte dominierende Eigentümlichkeiten im Umriss, in der Gestaltung von Stil und Kelcheinsenkung, in der Beschaffenheit und Färbung der Schale, in Geruch und Geschmack erkennen. Es ist zunächst der Gesamtkomplex der Merkmale, der bei ihm die Erinnerung an eine früher untersuchte Worte Sorte wachruft. (zitiert aus 'Krümmel, Groh, Friedrich: Deutsche Obstsorten, Berlin 1956-1960, S.9')